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Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Am 05.05.2014 machten die 4. Klassen des Alpen-Adria Gymnasiums eine Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager  Mauthausen in Oberösterreich. Nach vier Stunden Fahrt kamen wir in Mauthausen an.
Das Konzentrationslager Mauthausen war das größte Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf dem Gebiet Österreichs und wurde 1938 errichtet. Die Gründe für die Errichtung lagen in der Absicht der SS, ein spezielles Männer-Konzentrationslager für den österreichischen Raum einzurichten sowie größere Haftraumkapazitäten für den geplanten Krieg zu schaffen. Als Standort wurde Mauthausen deshalb ausgewählt, weil sich dort Granitsteinbrüche befanden. Die SS-Gruppenführer hatten  grausame Methoden, ein Lager zu führen. Die Strafmaßnahmen waren Essensentzug, Strafarbeit, Arreststrafen, Dunkelarrest und Körperstrafe.
Im “Mordlager“ Mauthausen wurde von der SS auf vielfältige Weise gemordet: Die Häftlinge wurden erschlagen, erhängt, erschossen, kranke Häftlinge ließ man erfrieren, verhungern oder tötete sie durch Herzinjektionen oder Giftgas. Viele starben bei der anstrengenden Arbeit im Steinbruch.
Kurz nach Mittag begann unsere Führung durch das ehemalige Konzentrationslager.  Fast 200.000 Menschen aus fast allen europäischen und auch außereuropäischen Ländern wurden zwischen 1938 und 1945 entweder auf Grund ihrer politischen Überzeugung, ihrer “kriminellen Vorstrafen“, ihrer Religion, ihrer Homosexualität, aus “rassischen“ Gründen oder als Kriegsgefangene nach Mauthausen deportiert. Die Hälfte von ihnen wurde hier ermordet.
Der Rundgang durch das Memorial war für uns alle sehr bedrückend und eine schlimme Erfahrung.
Die Begleiter zeigten uns die verschiedenen Denkmäler, wie zum Beispiel das spanische Denkmal. Viele Nationen und Opfergruppen haben auf dem Gelände für ihre Verstorbenen  Denkmäler und Gedenktafeln errichtet. Außerdem durften wir die Häftlingsbaracke von innen besichtigen, um einen Eindruck zu bekommen, unter welch schrecklichen Bedingungen die Häftlinge leben mussten.
Als besonders schrecklich empfanden wir den Blick in die Gaskammer, weil wir daran dachten, wie viele Menschen dort den Tod gefunden hatten.
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen wurde in ihren Grundzügen in den Jahren 1947 bis 1949 gestaltet und  zählt daher zu den ältesten Gedenkstätten ihrer Art.
Die österreichische Bundesregierung hat in einem Gebäude des ehemaligen Konzentrationslagers ein Museum errichtet.
Wir Schüler und Schülerinnen können uns heute die Lebensumstände während der Zeit des Nationalsozialismus nur schwer vorstellen. Daher war es für uns eine wichtige und beeindruckende Exkursion.
(Jana Breznik, Jaqueline Burger)
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