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Sastagrafie

Der gebürtige Traundorfer Künstler Stanko Sadjak besuchte unsere Schule, um mit den Schülern/innen Kunstwerke mit Papier, Lack und Acrylfarben zu gestalten. Zur Darstellung einzelner Papiermotive wurde eine spezielle Lacktechnik namens "Sastagrafie" angewendet, wobei die Sastagrafie auch ursprünglich als "verfremdeter" Holzschnitt bekannt wurde. Der Künstler Stanko Sadjak erlebt seine Arbeit nicht als Realisierung einer vorgefassten Idee, sondern als Prozess. So wie auch das Denken sich nur im Prozess und durch einen Prozess verändern kann, gestaltet sich eine Grundidee durch das Vorgehen in mehreren Schritten und mit verschiedenen Zustandsdrucken jeweils neu. Durchgängige Gestaltungselemente der Sastagrafie bilden Linien oder Dreiecke, die dem Betrachter in unterschiedlichen Formationen und Kompositionen entgegentreten. Auf einer differenzierten Fläche in kontrastierendem Weiß gesetzt, scheinen sich die einzelnen Linien im imaginären Raum aufzuhalten. Wird hier die Polarität von Nah- und Fernsicht als künstlerisches Gestaltungsthema anschaulich vor Augen geführt, so lassen sich in der weiteren Sastagrafie polare Themenkomplexe wie Konzentration und Ausdehnung, Zentrenbildung und Verflechtung, Teilung und Verschmelzung erkennen. Fügen sich in einem Werk mehrere Linien in loser Anordnung zu Mengen zusammen, so scheinen sie in einem anderen Blatt zu kompakten Flächen ineinander verschmolzen zu sein. Sie bilden Zentren, aus denen sie sich in geschwungener Form netzartig über die Fläche verteilen. Hiermit verdeutlicht Stanko Sadjak eines seiner wichtigen Anliegen:

Die Beschäftigung mit Strukturprinzipien auf unterschiedlichsten Ebenen.













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