Home Berichte Archiv - Artikel ab 2013/14 Tiefdruck nach dem Schneider-Siemssen-Verfahren, Mag. Georg Stampfer

Tiefdruck nach dem Schneider-Siemssen-Verfahren, Mag. Georg Stampfer

Im Unterricht Bildnerische Erziehung wurden Bilder und Skizzen zum Thema  „Reise durch den Alpen-Adria-Raum“ entworfen, die in weiterer Folge in Zusammenarbeit mit dem Musicalproduzent und Lichtdesigner Mag. Georg Stampfer mit Hilfe des Schneider-Siemssen-Verfahrens auf die Fassade des Rathauses in Völkermarkt am 22. April 2015 projiziert werden.
Mag. Georg Stampfer war 15 Jahre lang ein enger Mitarbeiter von Prof. Günther Schneider-Siemssen. Sie arbeiteten gemeinsam für große deutsche Opernhäuser in West- und Osteuropa, entwarfen Bühnenbilder für die Met in New York sowie für Opernhäuser in Südamerika, Kanada, Israel, Südafrika, Shanghai und vielen Städten der USA. (Projekte mit James Mulder – SPFX Designer Principal bei Walt Disney Imagineering – Walt Disney World, Tokyo Disneyland, Disneyland Resort Paris und Hong Kong Disneyland; Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking und Atlanta)
Prof. Günther Schneider-Siemssen verwendete als Erster in der Theatergeschichte die Holographie bei einer Inszenierung von "Hofmann's Erzählungen" in Salzburg. In den 90er Jahren war Schneider-Siemssen in mehreren südafrikanischen und US-amerikanischen Städten als Regisseur tätig. Beim Workshop Tiefdruck wurden die Skizzen auf grundierte Glasplatten im Format 18 x 18 cm übertragen, die Bilder danach mit Hilfe von Radiernadeln "herausgekratzt" und am Ende wurden die Glasplatten mit Projektionsfarben koloriert.
Das Tiefdruckverfahren ist eine Drucktechnik, bei der die abzubildenden Elemente als Vertiefungen in der Druckform vorliegen. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck eingefärbt und die überschüssige Farbe danach mit einer Rakel oder einem Wischer entfernt, so dass sich die Druckfarbe nur noch in den Vertiefungen befindet. Ein hoher Anpressdruck und die Adhäsionskräfte zwischen Papier und Farbe bewirken die Farbübertragung. Das Verfahren wird sowohl im gewerblichen Tiefdruck als auch im künstlerischen Bereich eingesetzt.

Als künstlerisches Medium verleiht der Tiefdruck dem Künstler große Souveränität, mit der sich sein Einfallsreichtum ungehindert verwirklichen kann. Insbesondere die Radierung ist seit Rembrandt immer wieder ein bevorzugtes Arbeitsgebiet bildender Künstler gewesen.
Schülerinnen der 3C Klasse und Andrea Weinberger
Unter folgendem Link finden Sie noch weitere Fotos: 
http://www.meinbezirk.at/voelkermarkt/leute/workshop-tiefdruck-nach-dem-schneider-siemssen-verfahren-d1309858.html











Home Berichte Archiv - Artikel ab 2013/14 Tiefdruck nach dem Schneider-Siemssen-Verfahren, Mag. Georg Stampfer