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9. Carinthische Dialoge - Visionen als Wegweiser

Die 9. Carinthischen Dialoge, die diesmal um 6 Wochen früher stattfinden, beinhalten ergänzend zu den Vorträgen namhafter Referenten und Referentinnen eine filmische Auseinandersetzung mit dem Leitthema. Auch eine Gesprächsrunde und Diskussion mit der jungen Generation, vertreten durch Schüler und Schülerinnen, soll Möglichkeiten und Ideen zur Bewältigung gesellschaftlicher Krisen aufzeigen.
Visionen schaffen Räume, in denen Neues möglich wird. Solche brauchen wir für die kreative Gestaltung und Problemlösung des privaten und gesellschaftlichen Lebens. Der Mensch denkt in Bildern für seine Handlungsplanungen. Das gilt auch für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für eine nachhaltige Wirtschaft.

Schreckensvisionen könnten wir allerdings bei den täglichen Nachrichten aus aller Welt bekommen – Kriege, Flüchtlingsdramen, Religionskonflikte, Epidemien, Wirtschafts- und Finanzkrisen, wachsende Jugendarbeitslosigkeit.... Die Reaktionen darauf sind so unterschiedlich wie die Menschen: Angst, Resignation, Wut, Empörung, Gleichgültigkeit, Sensationsgier, Lust am Untergang, oft auch eine bequeme Konsumentenhaltung. Bleiben wir eher passiv und warten ab, bis uns ein Mensch begegnet, der etwas Visionäres verkörpert und dem wir uns anschließen?

Sofern wir nicht der fatalistischen Meinung sind, die Menschheit würde nichts aus der Geschichte lernen, müssen wir handeln: jeder für sich und jeder mit anderen zusammen. „Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst anfangen“, sagt ein altes Sprichwort. Vielleicht klingt es wie eine Binsenwahrheit, trifft aber dennoch den Kern der Sache. Als Einzelner können wir zwar kollektive Probleme nicht lösen. Das heißt keinesfalls, mut- und hilflos im Angesicht des Globalen zu werden. Wer sich nicht verschließt, kann in Problemen eine Chance entdecken, die nämlich, dem Schrecken konstruktiv zu begegnen. „Jedes Schreckensbild schwindet, wenn man es fest ins Auge fasst“, so bei J.G. Fichte. Konkret würde das bedeuten hinzuschauen, aufmerksam, nüchtern, ohne emotionale Verbrämung und mit Intuition zu überlegen, was sich tun lässt.





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